Flutkatastrophe in unserem Hilfsgebiet

Am Mittwoch den 26.08.2026 erreichten und schlimme Nachrichten und Bilder aus Nepal. Eine riesige Wasser- und Schlammlawine kam über die Tibetische Grenze bei Timure und hat das Tal in unserem Projektgebiet völlig überflutet. Eine Videoaufnahme aus einem Hubschrauberflug über Syphru Besi zeigt, wie sich der Fluss in einen reißenden Strom verwandelt hat.
Im Rasuwa Distrikt leben rund 40.000 Menschen und flussabwärts im Distrikt Nuwakot mit der Stadt Trishuli ca. 280 000 Menschen. Der Fluss der als Bhote Koshi Nadi aus Tibet kommt und sich in Syaphru Besi mit dem Langtangfluss zum Trisuli vereinigt, hat zwischen der tibetischen Grenze und der Stadt Trisuli das Tal völlig zerstört.
Da das Kinderheim unserer Partnerorganisation HiCoS auf dem Berg liegt, war es glücklicherweise nicht direkt betroffen. Leider gehen wir trotzdem davon aus, dass Angehörige von Mitarbeitenden unserer Partnerorganisation HiCoS sowie Eltern(teile) der Kinder des Kinderheims ums Leben gekommen sind.
Es gibt in der Region aktuell keine Stromversorgung mehr und durch die Zerstörung der Verkehrsinfrastruktur sind die Dörfer auf die Versorgung durch die Luft angewiesen.

Kurz nach der Katastrophe war die Kontaktaufnahme mit unserer Partnerorganisation in Khamjing nur sehr schwierig möglich, da die Mobiltelefone aufgrund der mangelnden Elektrizität nicht genutzt werden konnten. Mittlerweile stehen wir wieder in regelmäßigem Austausch, weil die Akkus in einem benachbarten Dorf bei einem solarbetriebenen Generator geladen werden können. Von Anfang an standen wir mit unserer Partnerorganisation in Kathmandu (NMMF) in Kontakt, mit der wir in den nächsten Tagen und Wochen gemeinsam die Versorgungsflüge planen. In den nächsten Tagen und Wochen wird es viel um medizinische Versorgung und die Versorgung mit Lebensmitteln gehen. Weiterhin werden Stromgeneratoren benötigt. Eine Bedarfsliste wird aktuell durch unseren Projektleiter der HiCoS erstellt für Khangjim/Kinderheim und die umliegenden Healthposts und Ortschaften. Sobald es erlaubt und möglich ist, werden wir durch die NMMF einen Helikopter mit den Hilfsgütern auf den Weg schicken. Einer unserer Mitarbeitenden aus dem Kinderheim konnte bereits mit einem Helikopter in die nächstgelegene Stadt Dhunche fliegen und wird von dort bzw. von Kathmandu aus die Besorgung der Hilfsgüter koordinieren.
Über die Situation vor Ort haben wir in der letzten Woche über Instagram, WhatsApp oder auch persönlich informiert und sind überwältigt von der Anteilnahme und Spendenbereitschaft. Hierfür möchten wir uns von ganzem Herzen, auch im Namen unserer Partnerorganisationen in Nepal, bei Ihnen bedanken! Das ist nicht selbstverständlich und in dieser Zeit für die Menschen vor Ort ein hoffnungsvolles Zeichen, dass wir sie nicht im Stich lassen. Danke, dass Sie das ermöglichen!
Wenn Sie die Notfallhilfe ebenfalls mit einer Spende unterstützen möchten, können Sie das entweder über unsere Spendenseite oder direkt per Überweisung an
IBAN: DE 84 6619 0000 0029 6117 26
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Stichwort: Notfallhilfe Nepal 2026
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