
Nepal Aid arbeitet seit Jahren in der Tamang-Region eng mit Ärztinnen und Ärzten der Mediciti-Klinik in Kathmandu/Patan zusammen, die sich in der Nepal Medics and Mountaineers Foundation (NMMF), gegründet von Dr. Sanjay Karki, zusammengeschlossen haben.
Notfallrettung der Bevölkerung mit dem Hubschrauber, Kooperation mit der NMMF
Warum Luftrettung:
Auf Grund des Höhenreliefs und der schwierigen Straßenverhältnisse führt in Nepal an der Flugrettung in Zukunft kein Weg vorbei! Im Langtangtal, z.B. benötigt man z.T. mehrtägige Wanderungen um zu Fahrstraßen zu gelangen. Selbst unser Allrad angetriebener Jeep fährt sich bei schwierigen Straßenverhältnissen fest, oder die Straßen sind durch Murenabgänge in der Regenzeit unpassierbar.


Aktueller Stand der Luftrettung:
Bisher werden in Nepal , von wenigen Ausnahmen abgesehen, nur sekundäre Transporte durchgeführt, also Flüge zwischen zwei Krankenhäusern zum Patiententransfer. Die Alarmzeiten sind für Primärtransporte zu lang, d.h. für die Rettung vom Unfallort. Außerdem ist das System zu unflexibel. Im Notfall, für den ein Hubschrauber benötigt wird, wird die Mediciti-Klinik angerufen. Diese ruft die nächsterreichbare Hubschrauberagentur am Flughafen an. Diese klärt nun, wann ein Hubschrauber frei ist, und verhandelt im Gegenzug mit dem Melder des Notfalles , wer die Kosten des Fluges übernimmt. Diese müssen privat vom Notfallpatienten oder seinen Angehörigen bezahlt werden. Ein Rettungsflug kostet über 1.000 Euro. Das ist mehr als ein durchschnittliches Jahreseinkommen.
Unser Projekt:
Nepal Aid arbeitet seit Jahren in der Tamang-Region eng mit Ärztinnen und Ärzten der Mediciti-Klinik in Kathmandu/Patan zusammen, die sich in der Nepal Medics and Mountaineers Foundation (NMMF), gegründet von Dr. Sanjay Karki, zusammengeschlossen haben.
Sie bieten einen Teil der medizinischen Versorgung für bedürftige Menschen kostenlos an, und Nepal Aid finanziert kostenlose Rettungsflüge aus unserer Projektregion. Diese sind dann tatsächlich primäre Rettungsflüge. Nepal Aid und NMMF arbeiten gemeinsam daran, das Rettungssystem zu verbessern. Durch die Zusammenarbeit sind wir an der Bereitstellung von Rettungshubschraubern und medizinischem Personal beteiligt.
Unser deutsch-nepalesisches Austauschprojekt:
Nepal Aid richtete einen deutsch-nepalesischen Austausch von Notfallärzten ein, der auch zu einem professionellen und kulturellen Austausch über die verschiedenen Rettungssysteme und Organisationsformen führt. In Deutschland wird unser Austauschprojekt von der Deutschen Rettungsflugwacht und der Anästhesieabteilung des Krankenhauses in Ludwigsburg unterstützt.
Finanzierung: Die Flugrettung ist teuer und die nepalesischen Hubschrauberagenturen lassen sich die Flugpreise so bezahlen als wären es Touristenflüge. . Es ist ein Dilemma. Ohne Touristen gäbe es allerdings keine Hubschrauber. Einen humanitären Aspekt gibt es bisher nicht.
Unsere Ziele: Wir arbeiten an der Einrichtung eines Spendenfonds und möchten Nepal Touristen bitten, einen freiwilligen Betrag zu zahlen. Wenn alle deutschen Touristen (ca 30 000/Jahr) jeweils 10 Euro zahlen würden, könnten jährlich etwa 300 kostenlose oder noch mehr teilfinanzierte Flüge für bedürftige Menschen durchgeführt werden. Ein weitere Finanzierungsmöglichkeit sind die etwa 100 deutsch-nepalesischen Vereine. Wenn jede Vereinigung einige Flüge für ihre Hilfsregion finanzieren würde, wird es unserem Beispiel folgend möglich sein, ein zunächst lückenhaftes, aber stetig wachsendes Rettungsnetzwerk mit wenigen Ressourcen aufzubauen. Dieses Rettungsnetzwerk würde im Notfall auch Touristen helfen. Indem es möglich wird, Personal und Rettungsausrüstung verfügbar zu halten, profitieren auch Nepalreisende von einer besseren und insbesondere schnelleren Rettung.





